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Unbefugte

10 Jahre Künstler-Business … ein Siegeszug?

Ich hab mich vor 10 Jahren selbständig gemacht. Aus einer großen Sehnsucht heraus, Künstlerin zu sein. Es gab viele Zweifel in mir aber auch in meinem Umfeld. Das haben sie mir nicht direkt gesagt, aber ich konnte ihr Mitleid spüren und das vorprogrammierte Scheitern, das sie mir prophezeit hatten. Zur damaligen Zeit war ich dafür sehr empfänglich, aber ich habe es trotzdem gewagt.

Ich hatte Zeiten, in denen ich wirklich nicht wusste, wie wir das Brot für morgen auf den Tisch bekommen. Und du musst wissen, ich war lange die Hauptverdienerin meiner 5-köpfigen Familie mit drei kleinen Kindern, darunter ein Säugling. Also hatte ich auch noch eine Schwangerschaft hinter mir, Alltagsprobleme, wie Masern, Betreuung und schlaflose Nächte. Aber ich habe gelernt, immer weiter zu gehen und diesen Menschen, der ich im Begriff war, zu werden, immer mehr Raum zu geben.

Ich arbeitete wirklich hart, hatte manchmal kaum Schlaf, aber ich lernte immer mehr, was ich wollte und was nicht und wie ich das, was ich
wirklich wollte, immer weiter in meinen Fokus bekam, egal wie oft ich scheiterte (und ich sage dir das war nicht nur einmal). Allein das Learning aus dieser Zeit ist unbezahlbar. Und ich habe vor allem gelernt, die Zweifler reden zu lassen – meine inneren und die äußeren.

Ich habe gelernt, mir neue, bessere Fragen zu stellen, wenn einer um die Ecke kam und sagt, „puh, da hast du dir aber was vorgenommen.“ .

Wenn wir uns den Möglichkeiten öffnen, sehen wir auf einmal Türen, die uns vorher nicht aufgefallen sind. Muss man wirklich hart arbeiten? Selbst und ständig? Die Antwort ist: „Ja und nein“ Ich denke die wirklich intensive Arbeit ist die, uns selbst immer wieder zu hinterfragen, ja nicht so ernst zu nehmen, mit all unseren Ängsten und Wenn und Abers. Ein großer Lehrer ist der Schmerz. Er will uns zeigen, an welchen Ecken wir noch nicht gekehrt haben. Er will uns auffordern, die Dinge neu anzusehen, den Staub aufzuwirbeln und zu schauen was übrig bleibt, wenn wir weiter machen. Er will uns sagen: „was erzählst du dir?“ Und „ist das wirklich wahr?“ Wer wir sind, hängt zu 95 % davon ab, was wir vom Leben gelernt haben und das zu entstricken, kann wirklich Spaß machen.

Zweifel rufen auch nach 10 Jahren meine Geister zur Vernunft, (Vernunft war schon immer nicht so mein Ding)… Aber ich rede jetzt anders mit ihnen und finde die nächste Tür.

10 Jahre Selbständigkeit als Künstlerin ein Siegeszug.

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Apparently we had reached a great height in the atmosphere, for the sky was a dead black, and the stars had ceased to twinkle.